Ausstellung: Zeitreise im See
 

Der Bodensee beherbergt zahlreiche archäologische Schätze von Weltrang: Überreste von Pfahlbauten aus der Steinzeit finden sich an vielen Stellen, Einbäume zeugen von den Anfängen der Schifffahrt und viele gefundene Einzelstücke berichten vom Alltagsleben unserer Vorfahren.


Bronzezeitliche Brückenkonstruktion: gelochter Pfahl mit
Querholz

Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts erstellen deutsche und schweizerische Wissenschaftler am Bodensee sowie am Züricher See im Zeitraum von 2008 bis 2011 eine Dokumentation des aktuellen Zustandes der Unterwasser-Fundstätten. Dieses Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. Darüber hinaus untersuchen die Archäologen und Seenkundler, wie sich die oftmals durch den Bau von Mauern veränderte Wellendynamik und die Umlagerung von Sediment auf die prähistorischen Siedlungen auswirken. Und schließlich befassen sich die Forscher auch mit Möglichkeiten, durch spezielle Maßnahmen die Fundstätten vor weiteren Beschädigungen zu bewahren.

Damit sich die Öffentlichkeit ein Bild von der großen kulturgeschichtlichen Bedeutung der Pfahlbausiedlungen und den aktuellen Forschungsarbeiten machen kann, haben die Wissenschaftler eine Wanderausstellung zusammengestellt: „Der See erzählt. Unterwasserarchäologie & Seenforschung.“ Sie wird bis zum Jahr 2012 an mehreren Orten am Bodensee und Zürichersee zu sehen sein. So ist sie zum Beispiel den ganzen Sommer 2010 über in Langenargen im Haus am Gondelhafen aufgebaut.

Umfassende Informationen im Internet: www.der-see-erzaehlt.eu