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Auch die tiefsten Schichten des Bodensees waren im vergangenen Jahr
wieder gut mit Sauerstoff versorgt. Das
wurde auf der Tagung der Internationalen Gewässerschutzkommission für
den Bodensee (IGKB) bekannt, die
sich in diesem Jahr in Bezau in
Vorarlberg getroffen hat. Dabei lagen
im Frühjahr 2009 die Werte in der
Tiefenzone zwischen 200 und 254
Meter – also am Grund – noch deutlich
über denjenigen Sauerstoffgehalten, die in den Jahren 2007 und 2008
gemessen wurden. Allerdings wurde ein Teil des Sauerstoffs im Laufe des
Sommers wieder aufgezehrt, so dass
im Herbst ein Miniumum von 6,6
Gramm Sauerstoff pro Kubikmeter
Wasser in 254 Meter Tiefe ermittelt
wurde – ein im langjährigen Mittel
guter Wert, wie die Experten betonten.

Auf der Tagung wurde auch bekannt, dass der Gesamtposphorgehalt
des Sees während der Zirkulationsphase von Februar bis April bei 7,8
Milligramm pro Kubikmeter Wasser
und damit im Bereich der Vorjahre lag
(2006 bis 2009: 7,6 bis 7,8 mg/m³) –
eine Folge der konstant niedrigen
Phosphorfrachten in den Zuflüssen.
Allerdings sank der Jahres mittelwert
von 7,6 mg/m³ in den Jahren 2006 bis 2008 nun leicht auf 6,4 mg/m³. Damit
haben nach Angaben der IGKB die
mittleren Phosphorwerte einen Bereich erreicht, der für große nährstoffarme
Alpenseen typisch ist – und der
nur noch die üblicherweise geringen
jährlichen Schwankungen aufweist.
Verschiedene Untersuchungsprogramme haben gezeigt, dass die organischen
Spurenstoffe im Bodensee
und in seinen Zuflüssen derzeit kein
Problem darstellen. Die IGKB hat
jedoch beschlossen, die festgestellten
Stoffe wie etwa das Schmerzmittel
Diclofenac oder die bei Behandlung
von Infektionskrankheiten zur Anwendung kommenden Antibiotika weiterhin
überwachen zu lassen.
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