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Da am Bodensee-Obersee die
Grenzen zwischen den Anrainern
nicht eindeutig festgelegt sind, ist es
für den See umso wichtiger, dass die
Länder und Kantone rund um den
See gut zusammenarbeiten. Dabei
ist die IGKB, die Internationale
Gewässerschutzkommission für den
Bodensee, zweifellos der bedeutendste
und einflussreichste Schutzpatron des Sees.
Die elementare Aufgabe der
1959 gegründeten Kommission ist
es, die Entwicklung des Sees zu
dokumentieren und Belastungen
festzustellen. Die Grundlage hierfür
sind langjährige kontinuierliche
Messreihen, die von der IGKB koordiniert
werden. Hinzu kommen
Sonderforschungsaufgaben und
Spezialuntersuchungen, die bei der
Lösung neu auftretender Probleme
helfen sollen.
Als Ergebnis dieser Arbeiten folgen
zum einen die künftigen Schutzmaßnahmen, wobei die IGKB detaillierte
Empfehlungen an die Mitgliedsstaaten herausgibt. Zum anderen
wird überprüft, wie wirksam die
bisher getroffenen Maßnahmen
waren.
Die Mitglieder der IGKB sind das
Land Baden-Württemberg, der Freistaat Bayern, die Republik Österreich
mit dem Bundesland Vorarlberg sowie die Schweizerische Eidgenossenschaft mit den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Graubünden (in den Halbkantonen Appenzell, Ausser- und Innerrhoden werden
die Gewässerschutzmaßnahmen der IGKB mitgetragen). Außerdem entsendet das Fürstentum
Liechtenstein einen Vertreter und die
Bundesrepublik Deutschland einen
Beobachter in die Kommission.
Die IGKB tagt einmal im Jahr,
und zwar im Mai. Dabei wechselt
jährlich der Tagungsort und alle zwei
Jahre der Vorsitz zwischen den
Mitgliedsländern.
Eine wichtige Rolle spielen die
etwa 20 Sachverständigen, die aus
den Verwaltungen sowie aus Fachinstituten der IGKB-Mitgliedsländer
in den sogenannten Sachverständigenkreis entsandt werden. Dieser
beauftragt die drei Fachbereiche See,
Einzugsgebiet und Schadensabwehr,
wobei nach Bedarf weitere Projektgruppen gebildet werden. Schließlich sind noch zwei weitere Arbeitsgruppen in der IGKB tätig, die zum
einen für die Öffentlichkeitsarbeit
zuständig sind (siehe Artikel nächste Seite über den Seespiegel) und zum anderen das Bodensee-Wasser-Informationssystem (BOWIS) koordinieren.
Eine große Bedeutung kommt
dem Fachbereich „See“ zu. Dessen
15 Experten beraten die Kommission
in sämtlichen Fragen, die den See
direkt betreffen. Dazu zählen neben
dem aktuellen Zustand des Sees
auch Prognosen über seine zukünftige
Entwicklung. Des weiteren sind
auch der Zustand der Ufer sowie
deren Renaturierung ein wichtiges
Thema dieses Gremiums. Während
sich der Fachbereich „Einzugsgebiet“ um alle diesbezüglichen Fragen kümmert, erstellen die Experten
der Schadensabwehr Alarm- und
Einsatzpläne zur Verhinderung möglicher
Schäden. Zudem stellen sie
sicher, dass im Ernstfall die nötigen
Einsatzkräfte, Mittel und Geräte zur
Verfügung stehen.
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