IGKB vor 50 Jahren gegründet
Die Gewässerschutzkommission für den Bodensee feiert Jubiläum.
 

Seit fünfzig Jahren sorgt sich die Internationale Gewässerschutzkommission um den Bodensee. Am 5. November 2009 hat sie mit einem würdigen Festakt in St. Gallen ihre Gründung im Jahre 1959 gefeiert.

Zur Gründungsfeier ist die IGKB zu ihren Wurzeln zurückgekehrt: in die Stiftsbibliothek des Bistums St. Gallen, also genau in den Raum, in dem sich vor einem halben Jahrhundert die Gründungsväter der IGKB zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen haben. Von Anfang an hat sie das Ziel verfolgt, sich so unbürokratisch wie möglich und so geregelt wie nötig als Anwalt um den Schutz des Sees und seines Umlandes zu kümmern.

Der Erfolg hat den enormen Aufwand gerechtfertigt: Dank des Baus und der technischen Aufrüstung von Kläranlagen und der zugehörigen Kanalisation ist der See heute wieder so sauber wie in den 1950er Jahren.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, mussten die Bürger in den vergangenen Jahrzehnten Investitionen von mehr als 4,5 Milliarden Euro schultern. Der Schwerpunkt lag dabei zunächst in der Abwasserreinigung in seenahen Gemeinden. Danach folgten weitergehende Maßnahmen im gesamten Einzugsgebiet. So sank seit dem Höhepunkt im Jahr 1979 der Phosphorgehalt kontinuierlich von 87 auf heute konstant acht Milligramm pro Kubikmeter Wasser. Entscheidend war und ist dabei, dass sich alle Anrainer gleichermaßen ihrer Verantwortung für den See bewusst sind.

Die Beiträge der Festredner finden sich im Internet: www.igkb.org

 

Würdiger Rahmen zur Jubiläumsfeier der IGKB: die Stiftsbibliothek in St. Gallen. Foto: Kühne