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| Der Rhein mündet draußen in den See |
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| Der Alpenrhein und seine immer wieder auftretenden verheerenden Überschwemmungen hat die Menschen seit Jahrhunderten in Atem gehalten. Seit Jahrzehnten wird an der Rheinmündung gebaut mit dem Ziel, die Hochwassergefahr zu bannen. In unserem Gastbeitrag kommen die verantwortlichen Bauleiter zu Wort.
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Der Charakter des Alpenrheins mit seinem alpinen Einzugsgebiet, seinen Gefällsverhältnissen, seiner Wasserführung und der Schwankungsbreite der Abflüsse prägt diese große alpine Flusslandschaft. In den geologischen Zeiträumen haben der Gebirgsabtrag und die folgende Sedimentation zur Ausbildung eines breiten Talbodens zwischen Buchs und der Mündung in den Bodensee geführt. Die Regulierungsmaßnahmen wie zwei Durchstiche, eine Laufverkürzung und Eindämmungen haben eine sehr intensive Nutzung dieser Region ermöglicht. Die Forderung nach Anhebung des Schutzzieles von 3.100 Kubikmeter pro
Sekunde für das hundertjährliche Hochwasserereignis (HQ100) auf 4.300 Kubikmeter pro Sekunde für das dreihundertjährliche Hochwasserereignis (HQ300) ist in Anbetracht des drohenden Schadens verständlich.
Auch ein Abbau der mit der seinerzeitigen Regulierung und der Wasserkraftnutzung verbundenen Landschaftsund
Ökologiedefizite ist ein Gebot unserer Zeit. Die höhenmäßige Sohlfixierung mit der Mündung in den Bodensee in Verbindung mit dem Feststoffanfall von rund 1,7 Millionen Kubikmetern pro Jahr erforderte zufolge der Verlandung eine Laufverlängerung in den See, die sogenannte Vorstreckung. Ein Feststoffmanagement mit Nutzung der entsprechenden Sedimentationsräume berücksichtigt die unterschiedlichsten Anforderungen an den See in sensibler Weise.
Während mit dem Entwicklungskonzept Alpenrhein ein integraler Planungsansatz für die Gestaltung bzw. Nutzung dieses Raumes und seiner Tallandschaft und damit aus heutiger Sicht ein nachhaltiger Lösungsansatz vorliegt, erfordert die durch den natürlichen Gebirgsabtrag und den daraus resultierenden Feststoffeintrag bedingte Verlandung langfristig Vorkehrungen in der Raumplanung sowie im Hochwasserschutz. Es besteht damit langfristig ein steter Handlungsbedarf, um die Veränderungen durch das Gewässersystem auszugleichen und wertvolle Naturräume zu schaffen.
Es wurde daher die Vorstreckung als Natura 2000 Gebiet festgelegt. Es weist einen hohen Naturwert auf. Auch ein von der Europäischen Union grenzüberschreitend gefördertes Forschungsprojekt (Interreg IIIA Projekt) zur ökologischen Verbesserung der Mündung hatte das Ziel, die Lebensräume für Fische und Amphibien aufzuwerten. Durchgeführt wurde es im Jahre 2006 von der Internationalen Rheinregulierung gemeinsam mit den angrenzenden Gemeinden sowie mit verschiedenen
Fischereivereinen des Bodensees.
Die Autoren, der österreichische Rheinbauleiter Martin Weiß und der schweizerische
Rheinbauleiter Daniel Dietsche, sind im Namen der Internationalen Rheinregulierung für die Durchführung der Maßnahmen an der Rheinmündung verantwortlich.
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| In den letzten Jahrzehnten wurde die Mündung des Rheins weit hinaus in den See verlegt. |
Foto: IRR |
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