 |
 |
| Pfahlbausiedlungen als Weltkulturerbe? |
 |
 |
| |
 Nachgebaut: die Pfahlbauten bei Unteruhldingen Foto: Zintz
Überreste von Pfahlbauten aus der Steinzeit gibt es nicht nur am Bodensee, sondern in vielen Seen und Mooren im Alpenraum. Sie zählen daher zweifellos zu den wichtigsten archäologischen Kulturgütern Mitteleuropas. Die Besonderheit dieser Siedlungen: da sie sich in einer feuchten und sauerstofflosen Umgebung befinden, werden sie nicht von
Mikroorganismen zersetzt und sind daher hervorragend erhalten.
Doch an vielen Stellen sind diese prähistorischen Siedlungsreste akut bedroht. Gründe sind unter anderem Bautätigkeiten am Ufer, eine verstärkte Erosion durch unnatürlichen Wellenschlag, der beispielsweise durch Mauern hervorgerufen wird, sowie die Trockenlegung von Mooren. Der Einfluss dieser Ursachen wird derzeit in einem grenzüberschreitenden, von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt genauso untersucht wie Möglichkeiten, durch technische Maßnahmen den Schutz solcher Siedlungen zu gewähren.
Weil die Pfahlbauten in den Alpenrandseen Denkmäler von einzigartiger kultureller und wissenschaftlicher Bedeutung sind, will sie nun eine länderübergreifende Initiative zum Weltkulturerbe der Unesco ausrufen lassen.
Der zeit wird unter Federführung der Schweiz ein entsprechender Antrag vorbereitet: Die Kandidatur
„Pfahlbauten in Seen und Mooren rund um die Alpen“ soll bis Ende des Jahres eingereicht werden. Beteiligt an dem Projekt sind die sechs Alpenländer Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Slowenien, die etwa 750 Fundstellen beherbergen.
|
 |
 |
   |
 |
 |
|
|