GIS-Einsatzkarte zur Schadensabwehr
 
Wenn es am Bodensee zu einem Ölunfall oder einem anderen schlimmen Ereignis kommt, dann sind die Feuer- und Ölwehren gefragt. Die Informationen, was dann konkret zu tun ist, mussten sie sich bisher aus verschiedenen Karten sowie den Alarm- und Einsatzplänen holen. Die gab es aber nur in Papierform. Im Computerzeitalter lag es jedoch nahe, alle Daten digital auf einer DVD zur Verfügung zu stellen.



Das hört sich selbstverständlich an, bedarf jedoch eines beachtlichen Aufwandes. Seit vergangenem November ist die im Auftrag der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) erstellte "Digitale Einsatzkarte Bodensee" nun fertig und steht den Einsatzkräften rund um den See zur Verfügung. Dabei wurden die Geodaten des IGKB-Projekts BOWIS (Bodensee-Wasserinformationssystem) mit dem Alarmordner der Schadensabwehr verknüpft. Rasch abrufbar sind nun alle für einen Katastrophenfall wichtigen Informationen, also etwa Schutzgebiete, Seezeichen, Siedlungsflächen, Gemeindegrenzen und vieles mehr. Sie können ganz einfach per Mausklick über Luftbilder oder topografische Karten gelegt werden und erlauben so einen schnellen Überblick über die aktuelle Lage.

Auf Wunsch können die Fahrtzeiten der Ölabwehrschiffe von den Basisstationen zum Einsatzort eingeblendet werden. Die auf dem Geoinformationssystem GIS basierten Karten sind so interessant, dass auch die Wasserschutzpolizei und andere Behörden rund um den See ihr Interesse an dem neuen Werkzeug angemeldet haben.