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| Auwälder sollen renaturiert werden |
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 Schützenswert: die Auwälder rund um den Bodensee Grafik: Zintz
Zu jedem Fluss gehörte früher ein Auwald, also eine Lebensgemeinschaft, die an die speziellen Lebensbedingungen im Flusstal angepasst waren. Dazu zählten vor allem stark schwankende Wasserstände, wobei die Bäume und Sträucher der Aue manchmal wochenlange Überschwemmungen aushalten mussten.
Auch die Zuflüsse zum Bodensee waren früher über weite Strecken von Auwäldern gesäumt. Durch die Begradigung der meisten Flüsse und den Bau von Hochwasserdämmen, vor allem aber durch die intensive Nutzung der Flussniederungen als Agrar- und Siedlungsflächen sind in der Vergangenheit viele Auwälder verschwunden. Und die noch verbliebenen Reste leiden unter dem veränderten Verhalten der Flüsse: Überschwemmungen sind meist nur noch zwischen den Hochwasserdämmen möglich, die früher ausgeprägte Dynamik der Flüsse ist auf einen vergleichsweise bescheidenen Raum eingeengt worden. So wundert es nicht, dass die noch bestehenden Auwaldreste häufig überaltert sind: Standorte, an denen eine Verjüngung von Weiden, Erle, Esche und anderen typischen Vertretern der so genannten Weichholzaue möglich wären, sind in den vergangenen Jahrzehnten leider immer seltener geworden.
Der Schutz und die Renaturierung der verbliebenen Auwälder rund um den See sind daher ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und der natürlichen Ufer vor allem in den Mündungs bereichen der großen Zuflüsse. Daher ist in einem länderübergreifenden Projekt geplant, in den kom menden Jahren die noch vorhandenen Auwaldreste systematisch zu erfassen und Möglichkeiten zu ihrer Renaturierung zu erkunden. Dabei sollen an sechs ausgewählten Standorten Vorschläge zur Verbesserung der Situation ausgearbeitet werden.
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