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| Der Klimawandel und die Folgen |
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| Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten.
Umso wichtiger ist es, den
Temperaturanstieg zu begrenzen. Und
sich auf die Veränderungen einzustellen,
welche die Erwärmung mit sich
bringen wird – auch am Bodensee.
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Es war ein dramatischer Appell, den der
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und
der Weltklimarat IPCC jüngst an die
Weltöffentlichkeit richtete: Man könne
die "katastrophalsten Szenarien" zwar
noch verhindern, doch dafür "müssen
wir unser Verhalten radikal ändern".
Anlass für den Aufruf zu raschen
Aktionen gegen den Klimawandel war
der zusammenfassende IPCC-Bericht
im November. Darin wies der Rat mit
bisher nicht gekannter Deutlichkeit darauf
hin, dass der Mensch die
Hauptschuld an der Erwärmung des
Klimas um 0,8 Grad seit Beginn der
Industrialisierung trage. Zwar sind teilweise
auch natürliche Vorgänge an der
Klimaerwärmung beteiligt. Doch weil
der Mensch eindeutig die Hauptursache ist, kann die Erwärmung nur
durch ein Änderung des menschlichen
Verhaltens gebremst werden.
Im Alpenraum ist die Erwärmung
noch viel deutlicher zu spüren als in
anderen Regionen der Welt. Das hängt
unter anderem mit den schmelzenden
Schnee- und Gletscherfeldern zusammen.
Auch Baden-Württemberg setzt
die Klimaerwärmung stärker zu – seit
1951 stellenweise um bis zu 1,5 Grad.
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| Die Durchmischung des Bodensees im Winterhalbjahr ist ein komplexer Prozess, auf den die
Klimaerwärmung in vielfältiger Weise bereits heute Einfluss nimmt.
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Für den temperaturmäßig ohnehin
begünstigten Bodenseeraum zeigen
sich bereits klimatisch bedingte
Veränderungen. So ist die temperaturbedingte
Schichtung des Sees und seine
Veränderung im Jahreslauf sowie seine
Durchmischung im Winterhalbjahr
direkt betroffen. In jüngster Zeit finden
sich vermehrt Jahre mit ausgesprochen
schlechter Durchmischung der
Wassersäule – was für die Anreicherung
des Tiefenwassers mit Sauerstoff entscheidende
Folgen haben kann. Hinzu
kommt, dass sich der See im Frühjahr
deutlich eher erwärmt und eine thermische
Schichtung aufbaut als früher.
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Darüber hinaus hat die zunehmende
Erwärmung vielfältige Folgen: "Da
viele der Prozesse im Bodensee erheblich
von den Witterungsverhältnissen
abhängen, sind Auswirkungen der sich
abzeichnenden Klimaentwicklung auf
den See zu erwarten", heißt es im soeben
erschienenen KLIWA-Bericht
"Zum Einfluss des Klimas auf den
Bodensee". Und weiter: "Einfache direkte Einflüsse, wie etwa die tendenzielle
Erwärmung des Sees, können sich
in komplexer Weise im Wirkungs- und
Prozessgefüge des Sees fortpflanzen".
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Im Klartext bedeutet dies, dass das
gesamte Ökosystem Bodensee mit den
dort lebenden Tieren und Pflanzen
betroffen ist. Beispiele gibt es viele: Die
Felchen laichen später ab, wenn sich
der See im Herbst langsamer abkühlt.
Deutlich sind auch die verstärkten
Wasserstandsschwankungen zu sehen
– was ebenfalls mit der Klimaerwärmung und den dadurch verursachten
häufigeren extremen Wetterlagen und
Wetterereignissen zusammenhängt.
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| Die Änderungen im typischen Jahres verlauf des Wasserstandes wirken
sich auch auf die Ufer und die angrenzenden, oft als Naturschutzgebiete
ausgewiesene Feuchtgebiete aus.
Schließlich dürfte die Erwärmung des
Sees die Einwanderungen neuer Tier- und
Pflanzenarten begünstigen, was für
die angestammte Fauna und Flora gravierende
Folgen mit sich bringt. |
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