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| Editorial |
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Dipl.-Ing. Richard Stadler Vorsitzender der IGKB vom 1. Juli 2007 bis 30. Juni 2009. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Wien.
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| Für zwei Jahre – von Juli 2007 bis Ende Juni 2009 – übernimmt Österreich den Vorsitz in der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB). Mit der Funktion des Vorsitzenden wurde ich betraut. Ich gehöre zum „Wasserteil“ des in Österreich für die IGKB zuständigen „Lebensministerium“ mit Sitz in der Bundeshauptstadt Wien. Für die Menschen, die rund um den Bodensee beheimatet sind, wird Wien im Allgemeinen weit entfernt erscheinen. Aus der Sicht Wiens stellt der Bodensee ein Juwel von großer sozioökonomischer, kultureller und wasserwirtschaftlicher Bedeutung dar, zu dem trotz der entfernten Lage ein lebendig gehaltenes Beziehungsgeflecht besteht. Die IGKB hat daran gewichtigen Anteil. Die in dieser Organisation seit ihrem Bestehen gepflogene Kooperation hat unter den Fachleuten und Verantwortlichen der beteiligten Länder ein Klima des Vertrauens geschaffen, das oftmals mit dem Begriff „Bodenseefamilie“ umschrieben wurde. Die Vorsitzführung Österreichs kann auf den Weiterbestand dieses positiven und konstruktiven Verhältnisses der IGKB-Partner zueinander bauen.
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| Die Staatsgrenzen übergreifende Zusammenarbeit erfordert internationale Gewässerschutz konventionen, wie das der IGKB zugrunde liegende Übereinkommen zum Schutz des Bodensees. Auch die von der EU erlassene Wasserrahmenrichtlinie fordert für auf mehrere Staaten aufgeteilte Gewässereinzugsgebiete von ihren Mitgliedsstaaten, die Zusammenarbeit mit allen betroffenen Staaten zu suchen. Unter Beachtung der Sonderstellung der Schweiz unterstützt die IGKB mit ihren Sachverständigen, mit ihren Daten und mit ihren koordinativen Möglichkeiten die Erfüllung von wesentlichen, im Bodenseeraum aus der Wasserrahmenrichtlinie sich stellenden Aufgaben. Dies erspart die Schaffung eines eigenen Fachgremiums und unökonomische
Parallelarbeit. Diesem Ziel dient
auch die Fortsetzung der Bemühungen, mit den anderen für den Bodensee oder für bestimmte Gewässer im
Bodenseeraum wirkenden internationalen Institutionen, allen voran
mit der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei, eine bestmögliche Abstimmung und Synergien sicherzustellen.
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| Österreich löst das bisherige Vorsitzland Bayern ab, das diese Aufgabe mit einer Geschäftsstelle im Wasserwirtschaftsamt Kempten in ganz hervorragender Weise wahrgenommen hat. Für das mustergültig geordnete „Haus“, das Österreich über nehmen kann, möchte ich ein herzliches Danke sagen und versichern, dass sich Wien arbeitsteilig mit Bregenz den sich stellenden Anforderungen gleichfalls nach besten Kräften zuwenden wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der in Bregenz und Wien befassten Dienststellen freuen sich, in den beiden nächsten Jahren für das Wohlergehen der IGKB zusätzliche Verantwortung zu übernehmen.
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