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| Ein Rekordapril und die Folgen
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Das extrem warme und trockene Wetter im Frühjahr 2007 verursachte erneut ungewohnt niedrige Wasserstände am Bodensee. Doch das Ökosystem wird das gut verkraften, sagen die Seenkundler.
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Der April 2007 war der trockenste April überhaupt, seit in ganz Deutschland das Wetter regelmäßig aufgezeichnet wurde. Außerdem war es ungewöhnlich warm – in Baden-Württemberg lagen die Temperaturen durchschnittlich 5,4 Grad über dem langjährigen Mittel. So verwundert es nicht, dass der Wasserspiegel des Sees im April nicht wie üblich anstieg. Als es Anfang Mai endlich regnete, lag er bei etwa 281 Zentimeter. Ähnlich niedrig – aber immerhin noch bei 283 Zentimeter – lag er im Sommer 2003. Das langjährige Mittel von 1850 bis 2004 weist für Ende April einen Wert von etwa 320 Zentimeter auf, also rund 40 Zentimeter mehr.
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Für den Bodensee sind durch diese extrem niedrigen Wasserstände allerdings keine negativen ökologischen Auswirkungen zu befürchten. Schließlich ist er von Natur aus an wechselnde Wasserstände angepasst. Und im Gegensatz zum Hochwasser, das beispielsweise zu Pfingsten 1999 zu Verlusten beim Schilf geführt hat, sind bei Niedrigwasser keine vergleichbaren Schäden zu erwarten. Das gilt gleichermaßen für andere Pflanzen sowie für tierische Lebewesen, also auch für die Fische.
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Die Trinkwasserversorgung ist auch bei Niedrigwasser gesichert, weil die Wasserwerke rund um den See das Rohwasser aus 40 bis 60 Meter Tiefe entnehmen. Lediglich die Schifffahrt ist betroffen: Die Fahrgäste müssen auf steilen Rampen die Kursschiffe besteigen und die Freizeitkapitäne können in flachen Häfen ihre Liegeplätze nicht mehr benutzen.
www.bodenseehochwasser.info. |
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| Ein schon gewohntes Bild: auch in diesem Frühjahr herrschte Ebbe am See. |
Foto: Rey |
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| Treffen der Kommissionen
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Gesagt, getan: die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) hat beschlossen, die Arbeit für den Schutz des Bodensees auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Dazu zählt auch, den Kontakt zu den anderen, rund um den See tätigen internationalen Kommissionen zu intensivieren. Am 13. März 2007 war es dann so weit: Die Vertreter der nebenstehend aufgeführten sechs Kommissionen trafen sich in Bregenz. Dabei wurden die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte erläutert – eine wichtige Voraussetzung, um Synergieeffekte zu nutzen und Doppelarbeiten am See sowie in seinem Einzugsgebiet zu vermeiden. Ein wichtiges Thema war auch die Internationale Gartenbauausstellung IGA, die 2017 am Bodensee stattfinden soll. Es bestand Einigkeit, dass ökologische Belange im Planungsprozess frühzeitig zu berücksichtigen sind.
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Die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee überwacht den Seezustand, wobei der gesamtheitliche Gewässerschutz das Ziel ist.
Die bereits 1893 gegründete Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefische regelt Fragen der fischereilichen Bewirtschaftung.
Die Internationale Bodenseekonferenz – Kommission Umwelt ist das Treffen der Regierungschefs der Anliegerländer mit Schwerpunkt Umwelt.
Die Internationale Schifffahrtskommission für den Bodensee kümmert sich um Erlass und Durchführung einheitlicher Vorschriften für die Schifffahrt.
Die Gemeinsame Rheinkommission/Internationale Rheinregulierung befasst sich mit dem Alpenrhein, und zwar von der Illmündung bis zum Bodensee.
Im Rahmen der Internationale Regierungskommission Alpenrhein werden sämtliche Belange rund um den gesamten Alpenrhein gemeinsam geregelt.
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