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| Seelexikon: Riedflächen |
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Ried, Röhricht, Schilf sind im Bodenseegebiet gleichbedeutende Bezeichnungen
für mehr oder weniger große Bestände an Schilfrohr (Phragmites
australis). Hierher gehören auch die großwüchsigen Rohrkolben oder
Schneidried, ebenso wachsen hier niedrigere Pflanzen wie Schwertlilie oder
Froschlöffel. Bekannte Schilfgebiete am See sind das Wollmatinger Ried oder
das Eriskircher Ried. Eine sprachliche Anmerkung: in Süddeutschland kann ein
Ried auch ein Moorgebiet sein, so etwa das Wurzacher Ried. |
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Schilfgebiete sind ideale Lebensräume für viele Tiere, vor allem Insekten,
aber auch für zahlreiche Vogelarten wie etwa – der Name sagt es schon – die
Rohrsänger. Bis zu vier Meter hoch wachsen die Schilfhalme und bieten so
wunderbar Deckung. Allerdings sind die Riedflächen vielfältigen Bedrohungen
ausgesetzt wie Hochwasser, Treibholz, Wellenschlag und Uferverbauungen.
Nach dem massiven Hochwasser 1965 dauerte es Jahrzehnte, bis
sich die Flächen wieder weitgehend erholt hatten – um dann durch das
Pfingsthochwasser 1999 erneut schwer geschädigt zu werden. |
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