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| Informationssystem Bodensee-Online |
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Was passiert, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen
doch einmal Gefahrstoffe
wie beispielsweise Öl in den
Bodensee gelangen sollten? Bei etwa
drei Millionen Tonnen solcher wassergefährdender
Substanzen, die Jahr für
Jahr rund um den Bodensee auf Straße
und Schiene transportiert werden, ist
ein solches Szenario leider durchaus
vorstellbar. Nun, die Bekämpfung von
Unfällen dieser Art wird seit Jahren
von den Einsatzkräften unter Leitung
der IGKB geübt und zwar in internationaler
Zusammenarbeit. Jetzt soll die
Gefahrenabwehr weiter verbessert
werden: mit dem Informationssystem
„Bodensee-Online“, von dem bereits
eine Pilotversion zur Verfügung steht.
Mit diesem System kann die
Ausbreitung von Flüssigkeiten im See
berechnet werden. Aber auch die
Verdriftung etwa von Treibholz nach
Hochwasserereignissen im Alpenraum
lässt sich prognostizieren.
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Messungen am Bodensee werden direkt in das
Informationssystem eingespeist.
Foto: ISF
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Gefüttert wird das Computermodell
mit aktuellen Wetter- und
Strömungsdaten sowie mit weiteren
Messwerten. Eine wichtige Basis für
die Berechnungen sind zudem die
Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Das Ergebnis der Berechnungen liefert
den verantwortlichen Behörden wichtige
Prognosen, was nach einem
Störfall oder Naturereignis in den darauffolgenden
drei Tagen voraussichtlich
passieren wird. Somit können die
Abwehrmaßnahmen viel gezielter
geplant und durchgeführt werden als
dies bisher möglich war.
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Das Forschungsprojekt wurde im
Jahr 2005 gestartet und ist auf drei
Jahre angelegt. Beteiligt sind die Universitäten
Stuttgart und Konstanz
sowie das zur Landesanstalt für
Umwelt, Messungen und Naturschutz
gehörende Institut für Seenforschung
in Langenargen. Von den Kosten in
Höhe von 2,5 Millionen Euro wird ein
großer Teil vom Bundesforschungsministerium
und der Deutschen
Forschungsgemeinschaft getragen.
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