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| Editorial |
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Dr. Hans Güde, Mikrobiologe am Institutfür Seenforschung, Langenargen, Leitereines 2004/05 durchgeführten vom Umweltministerium Baden-Württemberg finanzierten Untersuchungsprogramms zur Fäkalkeim-Belastung des Bodensees durch Wasservögel. |
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| Im Februar 2006 ist die Vogelgrippe am Bodensee angekommen, es wurden mehrere mit dem aggressiven Erreger H5N1 infizierte tote Wasservögel im Einzugsbereich des Sees gefunden. Die Lage hat sich mittlerweile wieder normalisiert, doch die Befürchtung besteht nach wie vor, dass weitere Wasservögel infiziert werden. Diese Sorge beschäftigt die Menschen am See wie auch die Tourismusverbände: Schließlich könnten Besucher weg bleiben, weil sie Angst vor einer möglichen Infektion beim Baden haben. |
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| Diese Angst ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen unbegründet, worauf auch das "gemeinsame Merkblatt für Wassersportler zur Vogelgrippe" hinweist. Es wurde von der durch die IBK eingesetzten Expertengruppe "Aviäre Influenza" erarbeitet (http://www.bodenseekonferenz.org). In letzter Zeit ist die Tierseuche nicht mehr aufgetreten und es spricht auch nicht sehr viel dafür, dass sie in der kommenden Sommersaison wieder aufflammt. |
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| Aber selbst wenn mit H5N1 infizierte Wasservögel gefunden würden, ist die Gefahr einer Ansteckung praktisch auszuschließen. Die Gründe für diese Einschätzung lassen sich klar benennen: Einerseits ist die Konzentration im Kot eines infizierten Vogels nicht übermäßig hoch, andererseits werden die Erreger im Wasser des Sees extrem verdünnt. Nach unseren Beobachtungen liegt die Verdünnung bei Fäkalbakterien selbst in "Vogelgebieten" bei mehr als dem Hundertmillionenfachen. Außerdem sterben die Viren im Wasser bei sommerlichen Badetemperaturen sehr schnell ab. Somit ist die für eine Infektion des Menschen erforderliche relativ hohe Virendosis unter natürlichen Bedingungen mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" auszuschließen. |
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| Fazit: Im Hinblick auf die Vogelgrippe ist das Baden im See kein Problem. |
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