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| Editorial |
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Claus Kumutat, Vorsitzender der IGKB Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz |
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| Seit 1. Juli 2005 führt Bayern turnusgemäß für zwei Jahre den Vorsitz der IGKB. Der bisherige Vorsitzende Prof. Dr.-Ing. Albert Göttle vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz ist zwischenzeitlich zum Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt berufen worden. Als sein bisheriger Stellvertreter im Ministerium wurde nun mir das Amt des IGKB-Vorsitzenden übertragen. |
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| Die IGKB will auch in Zukunft beim Gewässerschutz international eine Vorreiterrolle spielen. Eine wichtige Grundlage hierfür bilden die jetzt in überarbeiteter und aktualisierter Fassung vorliegenden Bodensee-Richtlinien. Hier wurden explizit die grundlegenden Prinzipien für einen zukunftsorientierten Gewässerschutz festgelegt. |
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| Dazu zählen neben der Nachhaltigkeit das Minimierungsprinzip – die Belastung des Sees so gering wie möglich zu halten – sowie das Prinzip der Vorsorge: Negative Einflüsse sollen damit verhindert werden. Darüber hinaus dürfen selbst solche Stoffe nicht in den See gelangen, deren Wirkung unbekannt oder unsicher ist. Insbesondere gilt das Verursacherprinzip: Der Verursacher hat für seine Einwirkungen einzustehen und soll Belastungen möglichst am Entstehungsort verhindern. |
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| Bisher haben in den Bodensee-Richtlinien die Regelungen zur Abwasserentsorgung breiten Raum eingenommen. Hier wurde in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht. Dieser Standard muss unbedingt gehalten werden. Doch daneben rücken immer mehr Maßnahmen des ganzheitlichen Gewässerschutzes in den Mittelpunkt der Bemühungen der IGKB. Ein wichtiges Beispiel ist die Renaturierung der Ufer- und Flachwasserzone, die einen sehr wichtigen Lebensraum im Ökosystem Bodensees darstellt. |
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| Die limnologische Bewertung des Ufers ist mittlerweile abgeschlossen: Es wurde im 50-Meter-Raster vor Ort untersucht, um Daten über Vegetation, Struktur und Funktion zu erhalten. Die seeweite Karte, die auf Basis dieser Daten derzeit erstellt wird, soll im kommenden Jahr erscheinen. Sie wird Grundlage für die Planungen und Aktivitäten von Kommunen, Natur- und Denkmalschutz sowie der Anrainer sein. |
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| Ein weiteres wichtiges Ziel unserer Arbeit ist das in den Richtlinien geforderte Kooperationsprinzip. Hier soll die Zusammenarbeit der IGKB mit Verbänden, die sich seeweit mit den Themen Umwelt- und Gewässerschutz befassen, optimiert werden. Diese als NGO – Non Governmental Organisations – bezeichneten Interessengruppen sollen zielgerichtet informiert werden. Es ist vorgesehen, im Rahmen der nächsten Kommissionstagung im Mai 2006 die NGOs einzuladen. |
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