Forschungsprojekt BodenseeOnline
Ein Unfall, bei dem Benzin oder Diesel ausläuft, passiert schnell: Da verunglückt ein Auto, ein Tanklastwagen oder ein Zug; oder zwei Schiffe stoßen zusammen. Oder es werden bei Hochwasser Heizöl aus aufgeschwommenen Tanks und andere unerwünschte Substanzen in den See geschwemmt. Überhaupt Hochwasser: da man es nicht vermeiden kann, ist es wichtig, wenigstens so genau wie möglich Bescheid zu wissen, wie hoch es wird und wie es sich am und auf den See auswirkt.
Durch ihre langjährige Forschung wissen die Wissenschaftler, die sich mit dem Bodensee befassen, mittlerweile recht gut über den See Bescheid. Dieses Wissen gründet auf unzähligen Daten und Messergebnissen, die über Jahre hinweg erhoben und gesammelt worden sind. Nun soll, aufbauend auf diesen Daten, im Rahmen eines Verbundforschungsprojekts namens BodenseeOnline die Vorsorge bei Störfällen und die Prognose von Hochwasserauswirkungen noch weiter verbessert werden.
Dazu wird über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg ein Modell des Sees entwickelt, mit dem sich die zu verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen im See herrschenden Verhältnisse am Computer simulieren lassen. Dieses Online-System dient dann zur Unterstützung wasserwirtschaftlicher Entscheidungen im Hinblick auf den integrierten Gewässerschutz. Es wird außerdem eine wichtige Hilfe sein, um die Folgen eines Störfalls im Voraus abschätzen und dadurch bessere Vorsorge treffen zu können.
Unterstützt wird das insgesamt 1,5 Millionen Euro teure Forschungsvorhaben insbesondere vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Infos: www.bodenseeonline.de