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| Massenweise Treibholz im See |
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| Die Klimaerwärmung macht sich zunehmend bemerkbar. So bescherte das August-Hochwasser im Einzugsgebiet dem See neue Rekorde: beim Anstieg des Wasserspiegels und den Treibholzmengen. |
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Es war ein denkwürdiges Ereignis in Vorarlberg: Seit Freitag, dem 19. August, hatte es überall im Land geregnet. Am Montag und Dienstag, 22. und 23. August, öffnete der Himmel dann so richtig seine Schleusen. Ein Adriatief, von den Meteorologen salopp V-b-Wetterlage genannt, hatte über dem Golf von Genua mächtig Wasser getankt und war über die Alpen nach Norden gezogen. Dabei lud es besonders in Vorarlberg Regen in unglaublichen Mengen ab: Die 24-Stunden-Werte lagen bei 50 bis 240 Millimeter Niederschlag. Bäche und Flüsse traten reihenweise über die Ufer, entsprechend groß waren die Schäden durch Niederschläge, Muren und Hochwasser. |
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Treibholz, so weit das Auge reicht. . .
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Auch der Bodensee bekam die extremen Regenmassen zu spüren. Die Fluten aus der Bregenzerach, aber auch aus dem Alpenrhein und der Argen führten zu einem neuen 24-Stunden-Rekord beim Anstieg des Bodenseepegels im Obersee: Vom 22. August 2005, 19.00 Uhr, bis um 19.00 Uhr des folgenden Tages erhöhte sich der Wasserstand um 55 cm von 335 auf 390 Zentimeter am Pegel Konstanz. Damit war der bisherige Anstiegsrekord von Mai 1999, dem legendären Pfingsthochwasser, um zehn Zentimeter übertroffen. Der Nettozufluss von 259 Millionen Kubikmeter entsprach der 1,5fachen Menge, die dem See jährlich zur Trinkwassergewinnung entnommen wird. Da der Wasserspiegel jedoch insgesamt niedrig lag, kam es glücklicherweise zu keinem Hochwasser. Bereits nach vier Wochen war der Pegel wieder auf das Niveau vor der Sintflut gesunken. |
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Das August-Hochwasser brachte auch eine neue Rekordmenge an Treibholz in den See. Üblicherweise müssen pro Jahr etwa 12.000 Kubikmeter eingesammelt werden – allein im August 2005 wurden 50.000 bis 55.000 Kubikmeter in den See geschwemmt. Auch die Zusammensetzung war anders. Üblicherweise kommt vor allem altes, morsches Holz via Alpenrhein in den See und wird durch die vorherrschenden Westwinde überwiegend an das Nordufer zwischen Lindau und Friedrichshafen getrieben. Dieses Mal wurde viel frisches Holz ausgerissen, dazu trieben große Mengen Holz aus holzverarbeitenden Betrieben sowie Schwemmgut und Müll aus Siedlungen in den See. |
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Die Konsequenzen? Durch die Klimaerwärmung werden wir uns zunehmend auf solche Extremereignisse einstellen müssen, sagen die Experten. Als Beleg fügen sie an, dass etwa an der Bregenzerach in sechs Jahren drei hundertjährliche Hochwasserereignisse registriert worden sind. Das ist ein deutliches Warnsignal, dass in Zukunft noch mehr für den Hochwasserschutz getan werden muss – was auch bedeutet, dass den Bächen und Flüssen mehr Raum für die zu Tal rauschenden Wassermassen zur Verfügung gestellt werden muss. |
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… säumte ab August 2005 das bayerische und baden-württembergische Ufer und musste abgeräumt werden.
Fotos: A. Rieg, WWA Kempten |
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