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| Rückblick: IGKB-Symposium zum Bodensee
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| Im vergangenen Juni hat die IGKB
ihre Arbeit der vergangenen Jahre bilanziert
und gleichzeitig ihr Aktionsprogramm
für die kommenden fünf
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der Medien. Auch das anschließende
Symposium stieß auf
breites Interesse. Eine Nachlese.
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| Die politischen Vertreter der Anrainerstaaten stellten in Lindau die Aktivitäten der IGKB vor. |
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Er war recht symbolträchtig, der Ort,
den die Internationale Gewässerschutzkommission
für den Bodensee
für die Präsentation ihrer „Bilanz
2004“ sowie des „Aktionsprogramms
2004 – 2009“ gewählt hatte: Die
„Hohentwiel“, der letzte Raddampfer
auf dem See, ist ein sichtbares
Zeichen dafür, wie gut sich ein doch
arg in die Jahre gekommenes Schiff
wieder restaurieren ließ. Im übertragenen
Sinne ging es dem Bodensee in
den vergangenen Jahrzehnten ähnlich.
Weil ihn der Mensch über viele Jahre
hinweg als Sammelbecken für seine
Abwässer missbraucht hatte, war es in
den siebziger Jahre nicht mehr gut um
ihn bestellt – er drohte umzukippen.
Wie zu Napoleons Zeiten
Die gewaltigen Anstrengungen bei der
Abwasserreinhaltung, die in den letzten
Jahren annähernd vier Milliarden
Euro verschlungen haben, haben
jedoch Wirkung gezeigt: Die
Phosphorbelastung des Sees ist wieder
auf einem Niveau "wie zu Napoleons
Zeiten", wie es die bayerische Umweltsstaatssekretärin Emilia Müller
griffig formulierte.
Doch Kläranlagenbau und Gewässerreinhaltung
allein reichen nicht
aus, um das Ökosystem Bodensee
funktionsfähig zu halten. Dietmar
Buhmann, der Leiter des Vorarlberger
Umweltinstituts, brachte es bei der
Fachtagung auf den Punkt: "So facettenreich
die Ergebnisse der Systembetrachtungen
und Detailanalysen der
Bilanz 2004 im Einzelnen auch sind,
zwei Aspekte sind prägend für das
Ökosystem Bodensee: Bei der stofflichen
Gewässerbelastung konnten in
den vergangenen Jahrzehnten zugunsten
der Wasserqualität des Sees große
Erfolge erzielt werden. Dem stehen
ein hoher Nutzungsdruck und markante
strukturelle Defizite am Seeufer
und an den Zuflüssen gegenüber. Eine
einwandfreie Wasserqualität auf
Dauer zu sichern und die gezielte
schrittweise Verbesserung des Naturzustandes
der Uferzonen sind die
wesentlichen Gewässerschutzaufgaben
der Zukunft."
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| Begehrter Gesprächspartner: Dietmar Buhman wird vom Fernsehen interviewt. Fotos: IGKB |
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| 01.12.2004 |
| Additional Keywords: DATE0203 AUSGABE20 |
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