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| Der See ist kleiner geworden - aber nur auf dem Papier
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| Es ist amtlich: Der Bodensee ist nicht 571,
sondern nur noch 536 Quadratkilometer groß. Ursache ist ein Berechnungsfehler der 1990 durchgeführten
internationalen Bodensee- Tiefenvermessung. |
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 Auch wenn´s ein bisschen weniger ist: Mit 536 Quadratkilometer ist der Bodensee immer noch Europas drittgrößter See. Panorama: F. WitteVerlag |
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So schnell kann es gehen: Im vergangenen
Juni ist die Fläche des Bodensees
um satte 35 Quadratkilometer
gesunken - entsprechend etwa sechs
Prozent. Was auf den ersten Blick
ziemlich verwunderlich ist, erstaunt
bei näherer Betrachtung nicht allzu
sehr. Die Seespiegelschwankungen des
Bodensees, die - wie jeder weiß, der
den See längere Zeit beobachten kann
- im Laufe eines Jahres ganz erheblich
variieren: Im Februar ist der Wasserstand
am niedrigsten, weil dann ein
Großteil des zufließenden Wassers als
Schnee in den Alpen gebunden ist. Im
Frühjahr steigt dann der Seespiegel
flott an, weil der Schnee in den Alpen
taut. Üblicherweise ist dann im Juni/
Juli das Maximum erreicht. Erheblichen
Schwankungen unterworfen ist
auch die jährliche durchschnittliche
Höhe des Seespiegels. Einleuchtend
ist, dass mit der Höhe des Seespiegels
auch die Fläche schwankt: Je höher der
Wasserspiegel, desto größer der See.
Für die Messung - oder besser Berechnung
- der mittleren Fläche des
Sees muss daher ein allseits akzeptierter
mittlerer Seespiegel zugrunde gelegt
werden. Dieser kann je nach Bezugszeitraum
schwanken. Für die
internationale Tiefenvermessung hat
die IGKB einen Wasserstand von
395,45 Meter über NN für den Obersee
und 395,26 Meter über NN für den
Untersee zu Grunde gelegt. Somit ist
der Obersee jetzt 472,96 Quadratkilometer
und der Untersee 62,92
Quadratkilometer groß. "Der See ist
also auf rund 536 Quadratkilometer
geschrumpft, aber nur auf dem
Papier", wie Gerd Schröder, der Leiter
des Instituts für Seenforschung betont.
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| 01.12.2004 |
| Additional Keywords: DATE0203 AUSGABE20 |
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