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| IGKB-Vorsitz wechselt zu Klaus-Peter Blumenwitz (Bayern) |
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| Für nachhaltige Wasserwirtschaft |
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Ministerialdirigent Klaus-Peter Blumenwitz leitet seit 1993 als Diplomingenieur die Abteilung Wasserwirtschaft im Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen. |
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| Vor bald vierzig Jahren ist die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee, deren Vorsitz Sie jetzt für zwei Jahre führen, gegründet worden. Was hat sie aus Ihrer Sicht erreicht? |
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| Sehr viel! Dem großen technischen und finanziellen Aufwand aller Seeanrainer - vor allem auf dem Gebiet der Abwasserentsorgung - ist es zu verdanken, daß sich der Zustand des Bodensees deutlich verbessert hat. Trotzdem dürfen wir hier nicht stehen bleiben! Denn an die Stelle von weitgehend erledigten Aufgaben sind neue getreten. |
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| Was sind diese neuen Herausforderungen? |
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| Wir haben es verstärkt mit medienübergreifenden, langfristigen Belastungen zu tun. Die Nutzungswünsche an den See steigen unablässig. Und die Einflüsse aus dem gesamten Seeeinzugsgebiet gewinnen zunehmend an Bedeutung. |
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| Welche Strategie verfolgt die Kommission in den nächsten Jahren, wo sehen Sie Handlungsbedarf? |
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| Bewährtes gilt es fortzuführen. Gleichzeitig müssen aber auch neue Wege beschritten werden, um den komplexen Problemen begegnen zu können. Ich meine, auch für den Bodenseeraum muß eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der "Agenda 21" von Rio angestrebt werden. Das bedeutet, daß wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Belange miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Alles Handeln am Bodensee und in seinem Einzugsgebiet muß sich an diesem Maßstab messen lassen. |
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| Wo sind im "klassischen" Gewässerschutz die Schwerpunkte zu setzen? |
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| Wir müssen die Möglichkeiten konsequent nutzen, die Phosphorzufuhr zu vermindern. Neben einer weiteren Reduzierung des abwasserseitigen Phosphors gilt es daher, den Maßnahmenkatalog, den die Arbeitsgruppe "Landwirtschaft/Gewässerschutz" der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) erarbeitet hat, gezielt umzusetzen, um die Einträge aus der Fläche zu verringern. |
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| Sie betonen die Nachhaltigkeit der Wasserwirtschaft ... |
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| Diese muß sich am Vorsorge-, Verursacher- und Kooperationsprinzip orientieren. Die bewährten marktwirtschaftlichen Instrumente und die der Rechtsaufsicht reichen hier nicht mehr aus. Das heißt, eigenverantwortliches Handeln ist von allen gefragt, die den Bodenseeraum nutzen und schützen wollen. |
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| Wie wollen Sie das erreichen? |
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| Das Ziel der nachhaltigen Entwicklung muß sich breit verankern. Die IGKB muß diesen Bewußtseinswandel in der Gesellschaft in Gang bringen und fördern: durch gezielte Information und Kommunikation mit allen Beteiligten. |
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| Additional Keywords: DATE9806 AUSGABE07 |